Seit Februar 2025 auf dem Markt, gehört der PowaKaddy CT12 GPS auch 2026 zu den technisch aufwendigsten Elektrotrolleys. Sein 5-Zoll-Touchscreen, die vollständige Lochkarte und das extrem kompakte Faltmaß sind seine wichtigsten Argumente. Doch der neue Motocaddy M5 GPS 2026, günstigere Alternativen aus dem eigenen Haus und die Kosten eines Ersatzakkus verändern die Rechnung. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, wie viele Funktionen der CT12 bietet, sondern wie viele davon ein Golfer tatsächlich nutzt.
Ein Trolley von 2025, der 2026 weiterhin die CT-Reihe anführt
Der CT12 GPS wurde am 12. Februar 2025 vorgestellt, mit einer britischen Preisempfehlung von 1.299,99 Pfund. PowaKaddy bewarb seinen 5-Zoll-Touchscreen im Hochformat als Premiere bei Elektrotrolleys. Auch in der Kollektion 2026 steht er an der Spitze der kompakten CT-Familie, neben dem CT10 GPS. Eine neue Hardware-Generation wurde nicht angekündigt: Wer heute kauft, erhält im Wesentlichen den Trolley von 2025, der inzwischen mehr als anderthalb Jahre Marktpräsenz hinter sich hat.
Der CT12 arbeitet mit einem 230-Watt-Motor bei 30 Volt, einem Plug’n’Play-Lithiumakku, dem Faltsystem Simple-2-Fold und der magnetischen Taschenhalterung Mag-Lok. Er wiegt laut Hersteller 9,9 kg ohne Akku und misst zusammengefaltet 510 × 425 × 375 mm. Der Standardakku bringt rund 1,8 kg auf die Waage, die Version mit größerer Reichweite etwa 1,95 kg. Insgesamt hebt man also rund 11,7 bis 11,85 kg in den Kofferraum, Zubehör nicht eingerechnet.
Daneben gibt es den CT12 GPS EBS mit einer automatischen elektronischen Bremse, die das Tempo an steilen Gefällen regelt. Die Händlerangaben nennen für diese Version exakt dasselbe Gewicht und dieselben Faltmaße wie für das Standardmodell. Die Bremse kostet also offenbar weder Gewicht noch Platz. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt vom Heimatplatz ab: Auf hügeligen Anlagen ist sie ein echter Gewinn, auf flachen Plätzen eher ein Komfortdetail. Fair verglichen wird deshalb der CT12 mit dem Standard-M5 GPS von Motocaddy und der CT12 EBS mit dem M5 GPS DHC.

Ein 5-Zoll-Display, das die Lochübersicht verändert
Das wichtigste Verkaufsargument des CT12 ist sein Touchscreen im Hochformat. Diese Ausrichtung passt zur langen, schmalen Form einer Golfbahn: Landezonen, Hindernisse und Distanzen zum Grün erscheinen auf einem einzigen Bildschirm. Full Hole View zeigt die komplette Bahn, Advanced Active Green View und Drop Flag erlauben einen genaueren Blick auf das Grünumfeld und das Verschieben der Fahnenposition. Die Karte lässt sich per Zwei-Finger-Geste vergrößern, und laut PowaKaddy sind über 40.000 Plätze ohne Jahresgebühr vorinstalliert.
Der Hersteller nennt einen 1-GHz-Prozessor, der neunmal schneller sein soll als bei der Vorgängergeneration. Das beschreibt einen vom Hersteller behaupteten technischen Fortschritt, nicht eine neunmal schnellere Bedienung auf dem Platz. Aufschlussreicher ist der Test von Golfalot vom Juni 2025: George Stead lobte die Reaktionsschnelligkeit des Displays, die flüssigen Menüs und die einfache Auswahl verschiedener Punkte auf der Bahn.
Wie viel das bringt, hängt vom Platz ab. Auf einer unbekannten Anlage kann der Blick auf ein Dogleg, einen Fairwaybunker oder eine Vorlegezone vor dem Schlag tatsächlich bei der Schläger- und Zielwahl helfen. Auf dem Heimatplatz, den man jede Woche spielt, kennt man die meisten Zahlen ohnehin. Dann liefert der CT12 eher Bedienkomfort als neue Information. Und präzise Entfernungen allein führen noch nicht zu besseren Entscheidungen oder niedrigeren Scores.
Manche Händler gehen in ihrer Argumentation deutlich weiter. Der britische Händler The Golf Shop Online etwa stellt den CT12 so dar, als mache er GPS-Uhren und Handgeräte praktisch überflüssig. Das ist übertrieben. Eine Uhr liefert die Zahlen, ohne dass man zum Trolley zurückgehen muss, und ein Laser-Entfernungsmesser misst jedes sichtbare Ziel präzise. Der CT12 bündelt viele dieser Funktionen in einem Gerät, macht die anderen aber nicht automatisch überflüssig.
Motocaddy M5 GPS 2026: ein direkter Konkurrent mit anderem Ansatz
Der Motocaddy M5 GPS 2026 ist der naheliegendste Konkurrent. Sein Touchscreen ist mit 3,5 Zoll kleiner, bietet aber vollständige Lochkarten in 2D und 3D, animierte Überflüge der Bahnen, Scoreeingabe und Leistungsstatistiken sowie Bluetooth-Benachrichtigungen und Software-Updates per WLAN. Der M5 GPS DHC ergänzt eine automatische Bergabkontrolle und eine elektronische Parkbremse, im Prinzip vergleichbar mit dem EBS von PowaKaddy.
Die beiden Marken setzen unterschiedliche Schwerpunkte. PowaKaddy priorisiert Displaygröße und kompaktes Gestell, Motocaddy legt mehr Wert auf die Darstellung des Platzes. Wer ständig auf die Karte schaut, wird das größere Display des CT12 schätzen; wer neue Plätze gern vorab studiert, die Überflüge des M5. Welches GPS-System insgesamt besser ist, lässt sich anhand der Datenblätter nicht entscheiden: Dazu bräuchte es einen direkten Vergleichstest unter identischen Bedingungen.
Gewicht und Packmaß dagegen lassen sich exakt vergleichen.
Technischer Vergleich: vier Konfigurationen auf identischer Basis
| Modell | Gewicht ohne Akku | Faltmaß | Berechnetes Volumen |
|---|---|---|---|
| PowaKaddy CT12 GPS | 9,9 kg | 510 × 425 × 375 mm | 81,3 Liter |
| PowaKaddy CT12 GPS EBS | 9,9 kg | 510 × 425 × 375 mm | 81,3 Liter |
| Motocaddy M5 GPS 2026 | 10,5 kg | 650 × 470 × 410 mm | 125,3 Liter |
| Motocaddy M5 GPS DHC 2026 | 11,2 kg | 650 × 470 × 410 mm | 125,3 Liter |
Gewichte ohne Akku und Faltmaße laut Hersteller- und Händlerangaben. Volumina von MyGolfMedia aus den Außenmaßen berechnet.
Bei vergleichbarer Ausstattung ist der Standard-CT12 600 Gramm leichter als der Standard-M5 GPS. Mit Bremssystem wächst der Abstand zwischen CT12 EBS und M5 DHC auf 1,3 kg. Der größere Unterschied liegt aber im Packmaß: Das berechnete Faltvolumen des CT12 ist rund 35 Prozent kleiner als das des Motocaddy. Wer den Kofferraum mit Golfbag, Schuhen und der Ausrüstung eines Mitspielers teilt, wird das stärker spüren als ein paar hundert Gramm.
Die Werte beruhen auf den veröffentlichten Außenmaßen, nicht auf eigenen Messungen. Beide Marken bieten Möglichkeiten, den Platzbedarf der Räder zu verringern: Golfalot beschreibt, dass sich die Räder des CT12 umdrehen lassen, Motocaddy wirbt mit abnehmbaren, wendbaren Rädern. Der tatsächliche Unterschied im Kofferraum hängt also auch davon ab, wie man den jeweiligen Trolley verstaut.
CT10 GPS: Der unbequemste Konkurrent kommt von PowaKaddy selbst
Der CT12 muss seinen Preis auch gegenüber dem CT10 GPS aus derselben Reihe rechtfertigen. Beide sind kompakte CT-Modelle mit vollständiger Lochkarte und über 40.000 vorinstallierten Plätzen, und beide haben dasselbe Faltmaß. Der CT10 hat ein 3,5-Zoll-Display statt 5 Zoll, und die Bedienung der Karte ist beim CT12 komfortabler.
Bei europäischen Händlern liegt der CT10 GPS mit großem XL-Akku bei rund 1.250 Euro (Preisempfehlung 1.309,95 Euro), der CT12 GPS mit 18-Loch-Akku bei rund 1.510 Euro (Preisempfehlung 1.570 Euro). Der Aufpreis für den CT12 beträgt damit rund 260 Euro, und das, obwohl der CT10 in diesem Vergleich sogar den größeren Akku mitbringt. Für Golfer, die die Lochübersicht regelmäßig nutzen, kann sich das größere Display lohnen. Wer hauptsächlich auf die Distanzen zu Vorder-, Mittel- und Hinterkante des Grüns schaut, wird kaum einen Nutzen finden, der diesem Aufpreis entspricht.
Der RX12 GPS an der Spitze der ferngesteuerten RX-Reihe erfüllt ein anderes Bedürfnis. Er kombiniert ein 5-Zoll-GPS-Display mit Fernbedienung, ist dafür aber schwerer und sperriger. Der CT12 ist der Kompromiss zwischen anspruchsvollem GPS und einfachem Transport, ohne ein ferngesteuerter Trolley sein zu wollen.
Was die unabhängigen Tests tatsächlich ergeben haben
Der Test von Golfalot vom 20. Juni 2025 beschreibt einen angenehm zu bedienenden Trolley mit reaktionsschnellem Display und besonders praktischem Faltmechanismus. George Stead hebt den leisen Motor hervor, das problemlose Fahrverhalten in unterschiedlichem Gelände und die Funktion, die den Trolley auf die zuvor gewählte Geschwindigkeit zurückbringt. Auch den kabellosen Plug’n’Play-Akku schätzt er. Seine Einwände: der hohe Preis, die gelegentlich schwierige Suche nach dem exakt passenden Gehtempo und die Notwendigkeit, das große Display beim Transport zu schützen.
Golf Monthly testete den CT12 im Frühjahr 2025 und verglich die GPS-Distanzen auf dem Platz mit einem Laser-Entfernungsmesser. Die Abweichungen lagen bei etwa ein bis zwei Yards, also rund 0,9 bis 1,8 Metern, was den Erwartungen an ein Golf-GPS entspricht. Der Test unterstreicht außerdem den Nutzen der vollständigen Lochkarte, um Distanzen zu Dogleg-Ecken und Fairwayhindernissen zu ermitteln.
Aufschlussreich ist das Fazit von Golfalot. Nach Tests von FX1, CT12 GPS und RX12 GPS bewertet George Stead den CT12 als besten Gesamtkompromiss der Reihe, dank seiner Funktionen und seiner Kompaktheit. Für sich selbst würde er dennoch den einfacheren FX1 kaufen. Diese Wahl fasst den Unterschied zwischen dem umfassendsten Produkt und dem passenden Produkt treffend zusammen.
Preise in Euro: Motocaddy ist deutlich günstiger
Die Euro-Preise fallen klar zugunsten von Motocaddy aus. Motocaddy nennt für den M5 GPS 2026 Preisempfehlungen von 1.199,99 Euro mit Standardakku und 1.249,99 Euro mit Ultra-Akku; der M5 GPS DHC kostet laut Preisempfehlung 1.249,99 bzw. 1.299,99 Euro. Im Handel liegt der M5 GPS DHC mit Standardakku teils schon bei rund 1.230 Euro.
Der CT12 GPS mit 18-Loch-Akku kostet bei europäischen Händlern rund 1.510 Euro, bei einer Preisempfehlung von 1.570 Euro. Für den CT12 GPS EBS werden rund 1.550 Euro mit Standardakku und bis zu 1.599 Euro als EBS XL aufgerufen. Beim selben irischen Händler kostet der CT12 GPS EBS mit Standardakku 1.549 Euro, der M5 GPS DHC mit Standardakku 1.229 Euro: ein Unterschied von 320 Euro bei vergleichbarer Ausstattung. Je nach Konfiguration und Händler beträgt der Aufpreis für den PowaKaddy damit rund 300 bis 370 Euro.
Genau dieser Aufpreis ist die eigentliche Kaufentscheidung. Was er bringt, ist messbar: ein 5-Zoll- statt 3,5-Zoll-Display, ein um rund 35 Prozent kleineres Faltmaß und 0,6 bis 1,3 kg weniger Gewicht. Was er nicht bringt, ist ein größerer Funktionsumfang: Bei der Kartendarstellung zieht der M5 mit und bietet zusätzlich 3D-Überflüge. Da die Preise je nach Land und Händler stark schwanken, lohnt sich vor dem Kauf ein Vergleich identischer Konfigurationen, also mit gleichem Akku und gleichem Bremssystem.
Lithiumakku: der Kostenfaktor, den viele Vergleiche übersehen
Der CT12 nutzt PowaKaddys Plug’n’Play-Lithiumakku der zweiten Generation mit 30 Volt, der laut Hersteller 40 Prozent kleiner ist als das Vorgängermodell, ohne an Kapazität zu verlieren. Beim Ersatz sollte man die genaue Artikelbezeichnung prüfen: Nicht jeder unter dem Namen Plug’n’Play verkaufte Akku passt automatisch zu einem Trolley der Jahrgänge 2025 und 2026.
Ein 18-Loch-Ersatzakku mit 30 Volt kostet bei europäischen Händlern rund 300 bis 360 Euro, die 36-Loch-Version entsprechend mehr. Das sind reale Ladenpreise, keine Schätzungen, und sie gehören in jede langfristige Kostenrechnung.
Besonders genau sollte man die Garantiebedingungen lesen. PowaKaddy nennt zwei Jahre Garantie auf den Trolley und fünf Jahre anteilige Garantie („pro rata”) auf den Lithiumakku. Anteilig bedeutet, dass sich der Kostenanteil des Herstellers mit dem Alter des Akkus verringern kann. Britische Händler weisen zudem darauf hin, dass diese Fünf-Jahres-Garantie für Kunden im Vereinigten Königreich gilt und eine Registrierung voraussetzt. Käufer in Deutschland sollten deshalb beim Händler klären, welche Herstellergarantie für ihren Kauf tatsächlich gilt. Unabhängig davon haben Verbraucher gegenüber dem Händler die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren für Neuware.
Bei der Software verlangt der CT12 für seine beworbenen GPS-Funktionen kein Abonnement. Auch Motocaddy bietet die vollständige Lochkarte und die Leistungsstatistiken dauerhaft kostenlos an. Der Performance Plan mit Mobilfunkverbindung für vernetzte Echtzeitfunktionen ist sechs Monate lang gratis inbegriffen. Ein Pflichtabo muss man dem M5 also nicht anrechnen. Wer die vernetzten Funktionen nach der Testphase weiter nutzen möchte, sollte aber die Kosten prüfen.
Was kostet der CT12 wirklich pro Runde?
Der Kaufpreis allein sagt wenig über die tatsächlichen Kosten eines Trolleys. Wie oft man spielt, verändert die Rechnung erheblich. Nehmen wir einen CT12 GPS für 1.510 Euro, fünf Jahre genutzt und ohne Wiederverkaufswert. Das erste Szenario verteilt nur den Kaufpreis auf die gespielten Runden. Das zweite rechnet einen Ersatzakku für 18 Löcher zu 359,99 Euro hinzu.
| Runden pro Jahr | Runden in 5 Jahren | Nur Kaufpreis, pro Runde | Mit Akkuersatz, pro Runde |
|---|---|---|---|
| 20 | 100 | 15,10 € | 18,70 € |
| 40 | 200 | 7,55 € | 9,35 € |
| 60 | 300 | 5,03 € | 6,23 € |
| 80 | 400 | 3,78 € | 4,67 € |
| 100 | 500 | 3,02 € | 3,74 € |
Berechnungen von MyGolfMedia auf Basis eines Kaufpreises von 1.510 Euro und eines möglichen Akkuersatzes für 359,99 Euro. Ohne Wartung, Reparaturen, Zubehör, Strom und Wiederverkaufswert. Der Akkuersatz ist ein Szenario, keine zwangsläufige Ausgabe.
Das Ergebnis ist eindeutig. Wer 20 Runden im Jahr spielt, zahlt allein für den Trolley gut 15 Euro pro Runde. Bei 80 Runden im Jahr sinkt der Betrag auf knapp 3,80 Euro. Mit einem Akkuersatz innerhalb der fünf Jahre steigen die Werte auf 18,70 bzw. 4,67 Euro. Die Spielhäufigkeit zählt also fast so viel wie der Kaufpreis.
Dieselbe Methode relativiert die Aufpreise. Die rund 320 Euro Unterschied zwischen CT12 EBS und M5 GPS DHC entsprechen über fünf Jahre 1,60 Euro pro Runde bei 40 Runden im Jahr und 80 Cent bei 80 Runden. Die rund 260 Euro Aufpreis gegenüber dem CT10 GPS machen 1,30 Euro bzw. 65 Cent pro Runde aus. Für Vielspieler, die das große Display wirklich nutzen und das kleine Faltmaß schätzen, sind das vertretbare Summen. Wer kaum über die Distanz zum Grün hinausschaut, bezahlt damit nichts Wesentliches.
Zuverlässigkeit und Service: was man prüfen sollte
Die Tests von 2025 bestätigen, wie gut der CT12 im Neuzustand funktioniert. Eine Langzeitstudie über mehrere Saisons sind sie nicht. Bei einem Trolley mit großem Touchscreen, integriertem GPS und teurem Lithiumakku lohnen sich vor dem Kauf drei Prüfungen: Preis und Verfügbarkeit von Ersatzteilen, der Serviceablauf bei Händler und Hersteller in Deutschland sowie die genauen Garantiebedingungen für Trolley und Akku. Das gilt besonders, wenn man den Trolley fünf Jahre oder länger nutzen möchte.
Darf man das GPS des CT12 im Turnier nutzen?
Regel 4.3 der Golfregeln erlaubt grundsätzlich Geräte, die Entfernungs- oder Richtungsinformationen liefern. Verboten sind jedoch bestimmte zusätzliche Hilfen, etwa Funktionen, die Höhenunterschiede messen oder je nach Spielsituation einen Schläger oder eine Spiellinie empfehlen. Die Spielleitung kann zudem die Muster-Platzregel G-5 in Kraft setzen, die Entfernungsmessgeräte während eines Wettspiels untersagt. Besitzer eines CT12 sollten daher vor jedem Turnier die geltenden Bestimmungen prüfen.
Unser Fazit: echter Vorteil beim Packmaß, aber zu einem spürbaren Preis
Der PowaKaddy CT12 GPS bleibt 2026 eine Referenz unter den kompakten Elektrotrolleys mit integriertem GPS. Sein 5-Zoll-Display erleichtert das Lesen einer Bahn, seine Distanzen erwiesen sich im Test von Golf Monthly als präzise, und sein Faltmechanismus überzeugte alle Tester. Gegenüber dem Motocaddy M5 GPS 2026 ist sein Vorteil messbar: rund 35 Prozent weniger Faltvolumen, 600 Gramm weniger Gewicht in der Standardversion und 1,3 kg weniger, wenn beide Trolleys eine Bergabbremse haben.
In Euro kosten diese Vorteile allerdings rund 300 bis 370 Euro mehr als beim vergleichbaren Motocaddy und rund 260 Euro mehr als beim hauseigenen CT10 GPS. Der M5 hält bei der Kartendarstellung mit und bietet zusätzlich 3D-Überflüge; der CT10 liefert einen Großteil des CT12-Erlebnisses auf kleinerem Display und im selben kompakten Gestell.
Am meisten Sinn ergibt der CT12 für Vielspieler, die häufig auf wechselnden Plätzen unterwegs sind, die Lochkarte oft nutzen und ein großes Display wollen, ohne auf Kofferraumplatz zu verzichten. Weniger sinnvoll ist er für Gelegenheitsgolfer, für Spieler, die mit ihrer GPS-Uhr oder ihrem Laser zufrieden sind, oder für alle, die einfach eine zuverlässige elektrische Unterstützung suchen. Für sie sind der CT10 GPS, der M5 GPS oder ein Trolley ohne integriertes GPS meist die vernünftigere Wahl.
Für rund 1.500 Euro ist der CT12 GPS weder Spielerei noch Pflichtkauf. Seine Qualitäten sind real, und mehrere davon lassen sich messen. Doch Technik allein rechtfertigt den Preis nicht: Wie oft man spielt, auf welchen Plätzen und wie sehr man großes Display und kleines Faltmaß schätzt, entscheidet darüber, ob dieser Trolley seinen Platz im Kofferraum verdient.
Quellen
Hersteller und technische Daten
- PowaKaddy — CT12 GPS, offizielle Produktseite
- PowaKaddy — Plug’n’Play-Lithiumakkus
- PowaKaddy — Trolley Selector
- Motocaddy — M5 GPS
- Motocaddy — M5 GPS DHC
- Golfshake — Motocaddy-Kollektion 2026 mit Euro-Preisempfehlungen
- Golf Retailing — PowaKaddy-Kollektion 2026
Tests und Analysen
- Golfalot — PowaKaddy CT12 GPS Trolley Review, Juni 2025
- Golf Monthly — PowaKaddy CT12 GPS Electric Trolley Review, April 2025
- Golfalot — PowaKaddy RX12 GPS Remote Trolley Review
- National Club Golfer — PowaKaddy CT10 GPS Review
- The Golf Shop Online — PowaKaddy CT12 GPS, April 2026
- Today’s Golfer — Motocaddy-Trolleys im Vergleich
Preise und Akkus
- American Golf (EU) — PowaKaddy CT12 GPS 18 Loch
- American Golf (EU) — PowaKaddy CT10 GPS XL
- McGuirks Golf — PowaKaddy CT12 GPS EBS
- McGuirks Golf — Motocaddy M5 GPS DHC
- Golfballs.at — PowaKaddy CT12 GPS EBS XL
- Álvarez — PowaKaddy 30V Plug’n’Play 18-Loch-Akku
- The Golf Shop Online — CT12 GPS, Garantiebedingungen
Regeln und Verbraucherrecht
- R&A — Regel 4: Die Ausrüstung des Spielers
- R&A — Verfahren der Spielleitung und Muster-Platzregeln
- BGB § 437 — Rechte des Käufers bei Mängeln
